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Gründer der Pfadfinder

Baden Powell


BP`s letzten Worte an die Pfadfinderinnen und Pfadfinder bevor er am 8. Januar 1941 im alter von fast 84 Jahren in Nveri/Kenia verstarb. Noch heute gehören diese Worte zu den wichtigsten der Pfadfidnerbewegung.


Baden-Powells letzter Brief an die Pfadfinderinnen


Liebe Pfadfinderinnen !
Das ist mein Abschiedbrief und somit das letzte Mal, daß ich zu Euch spreche. Vergeßt bitte, wenn ich nicht mehr bin, Eure Lebensaufgabe nicht, nämlich glücklich zu sein und glücklich zu machen. Das ist einfach ! Ihr macht erst einmal andere Leute glücklich, indem Ihr ihnen Gutes tut. Über das Selber-glücklich-Sein braucht Ihr Euch dann keine Gedanken mehr zu machen, denn dann kommt es von selbst.
Ihr werdet hart arbeiten müssen, aber der Lohn wird nicht ausbleiben. Wenn eure Kinder gesund, unverdorben und unternehmenslustig heranwachsen dürfen, werden sie glücklich sein. Und glückliche Kinder lieben ihre Eltern. Eine reinere Freude als die Liebe eines Kindes gibt es nicht. Ich bin überzeugt, daß Gott unser Glück in diesem Leben will. Wir dürfen auf einer Erde leben, die voller Schönheit und voller Wunder ist, und Gott versah uns nicht nur mit Augen, um das alles wahrzunehmen, sondern auch mit Verstand, diese ganze Pracht zu erfassen. Wir dürfen es nur nicht an der Einstellung fehlen lassen. Je mehr Liebe und Göück Ihr aussät, desto mehr werden Gatte und Kinder an Euch hängen, und etwas Schöneres gibt es nicht auf Erden. Ihr werdet bald herausfinden, daß der Himmel nicht irgendein fernes Glück in den Wolken ist, das erst nach dem Tode kommt. Das Glück liegt in dieser Welt in Eurem Heim.

So führt denn andere zum Glück und werdet selbst glücklich dabei. Wenn Ihr das tut, so erfüllt Ihr die Euch von Gott übertragene Aufgabe.

Gott mit Euch.
Baden-Powell


Baden-Powells letzter Brief an die Pfadfinder


In dem Theaterstück „Peter Pan“, das Ihr vielleicht kennt, ist der Piratenhäuptling stets dabei seine Totenrede abzufassen aus Furcht, er könne, wenn seine Todesstunde käme, dazu keine Zeit mehr finden. Mir geht es ganz ähnlich. Ich liege zwar noch nicht im Sterben, aber der Tag ist nicht mehr fern. Darum möchte ich noch ein Abschiedswort an Euch richten. Denkt daran, daß es meine letzte Botschaft an Euch ist, und beherzigt sie wohl.
Mein Leben war glücklich, und ich möchte nur wünschen, daß jeder von Euch ebenso glücklich lebt.
Ich glaube, Gott hat uns in diese Welt gestellt, um darauf glücklich zu sein und uns des Lebens zu freuen. Das Glück ist nicht die Folge von Reichtum oder Erfolg im Beruf und noch weniger von Nachsicht gegen sich selbst. Ein wichtiger Schritt zum Glück besteht darin, daß Ihr Euch nützlich erweist und des Lebens froh werdet, wenn Ihr einmal Männer seid werdet.
Das Studium der Natur wird Euch all die Schönheiten und Wunder zeigen, mit denen Gott die Welt ausgestattet hat, Euch zur Freude. Seid zufrieden mit dem, was Euch gegeben ist, und macht davon den bestmöglichen Gebrauch. Trachtet danach, jeder Sache eine gute Seite abzugewinnen.
Das eigentliche Glück aber findet Ihr darin, das Ihr andere glücklich macht. Versucht, die Welt ein bißchen besser zurückzulassen als Ihr sie vorgefunden habt. Wenn dann Euer Leben zu Ende geht, mögt Ihr ruhig sterben im Bewußtsein, Eure Zeit nicht vergeudet, sondern immer Euer Bestes getan zu haben. Seid in diesem Sinn „allzeit bereit“, um glücklich zu leben und glücklich zu sterben. – Haltet Euch immer an das Pfadfinderversprechen, auch dann, wenn Ihr keine Knaben mehr seid.
Euer Freund
Baden Powell of Gilwell




Auf BP`s  Grabstein befindet sich ein Kreis mit einem Punkt darin.
Dieses Symbol bedeutet:

Ich habe meinen Auftrag erfüllt und bin nach Hause gegangen.




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Artikel Robert Baden-Powell. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 22. Januar 2006, 03:15 UTC. URL: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Robert_Baden-Powell&oldid=12881995